






Hyperbata
Der Titel Hyperbata bezieht sich auf das rhetorische Stilmittel des Hyperbatons – eine Abweichung von der gewohnten Ordnung, bei der Elemente aus ihrer erwarteten Position gelöst und neu angeordnet werden. Übertragen auf den Raum entstehen Hyperbata als Einschübe und Eingriffe in bestehende Strukturen. Architektonische Elemente, Körper und Fragmente werden erweitert, verschoben oder in neue Zusammenhänge gebracht. Funktionale Bestandteile des Raumes – wie Säulen oder tragende Konstruktionen – treten aus ihrer dienenden Rolle heraus und werden selbst zu körperhaften Akteuren.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Collage und Installation. Sie irritieren bestehende Ordnungen und entziehen sich einer eindeutigen Funktion. Oberflächen erscheinen als Übergänge – als Orte, an denen sich Grenzen zwischen Innen und Außen, Stabilität und Verletzlichkeit, Konstruktion und organischem Wachstum verschieben.






