


Diese Medaille thematisiert Verflechtungen von Alltag, Fürsorge, Sinnlichkeit und künstlerischem Schaffen. Die Vorderseite zeigt die Drei Grazien in einem Moment der Verschmelzung: Einzelne Körper gehen ineinander über, verlieren ihre eindeutigen Grenzen und bilden eine gemeinsame, hybride Form. Ausgangspunkt ist ein Verständnis des Selbst als etwas Durchlässiges – geprägt durch Begegnungen, Abhängigkeiten und das Andere als Teil des Eigenen. Körper erscheinen nicht als abgeschlossene Einheiten, sondern als wandelbare Gefüge, in denen Aufbau und Auflösung, kreative und destruktive Prozesse ineinandergreifen. Die Rückseite verweist mit den Namen der drei Grazien und einem eingravierten Kalenderausschnitt auf die Struktur des Alltäglichen. Sie hält einen bestimmten Moment fest und verbindet persönliche Zeit, wiederkehrende Handlungen und künstlerischen Prozess.
This medal explores entanglements between everyday life, care, sensuality, and artistic creation. The front side depicts the Three Graces in a moment of fusion: individual bodies merge into one another, losing their clearly defined boundaries and forming a shared, hybrid entity. The work is based on an understanding of the self as something permeable – shaped by encounters, dependencies, and the presence of the other as part of oneself. Bodies do not appear as closed entities, but as mutable structures in which processes of formation and dissolution, creation and destruction continuously interact. The reverse side refers to the structures of everyday life through the names of the Three Graces and an engraved calendar fragment. It captures a specific moment in time, connecting personal temporality, recurring actions, and the artistic process.










