Die Gussform wird in dieser Werkserie sowohl zum konzeptuellen Ausgangspunkt als auch zur eigenständigen Form. Als Negativ eines ursprünglichen Objekts trägt sie dessen Spuren in sich und erzeugt zugleich einen neuen Körper – einen Zwischenzustand aus Abdruck, Hülle und Fragment. Im Prozess der Übertragung verschieben sich vertraute Zuschreibungen: Das Innere wird sichtbar, die Leerstelle erhält Kontur. Die Form ist zugleich Behältnis und Inhalt, Abwesenheit und Präsenz. Sie verweist auf das ursprüngliche Objekt und löst sich gleichzeitig von ihm.
Die seriell angelegten Schnitte durch verschiedene Gussformen eröffnen Einblicke in verborgene Strukturen. Sie zeigen Brüche nicht nur als Verlust, sondern als Möglichkeit der Veränderung und Neubildung. Fragmente werden zu Trägern von Spuren, in denen Prozesse von Entstehung, Transformation und Materialität sichtbar werden.
The casting form becomes both a conceptual starting point and an independent form within this series. As the negative imprint of an original object, it carries traces of its former presence while simultaneously generating a new body – an intermediate state between imprint, shell, and fragment. Through the process of translation, familiar attributions begin to shift: the interior becomes visible, and absence gains its own contour. The form exists simultaneously as container and content, absence and presence. It refers back to the original object while at the same time detaching itself from it.
The serial cuts through various casting forms reveal hidden structures and internal spaces. They present ruptures not merely as moments of loss, but as possibilities for transformation and new formations. Fragments become carriers of traces in which processes of emergence, transformation, and materiality become visible.